Lebensräume & Wohnen.

# Wohnen ist ein Grundbedürfnis

Wohnraum ist wichtig und das buchstäbliche Dach über dem Kopf ein absolutes Grundbedürfnis, welches für alle Menschen in dieser Gesellschaft zu befriedigen ist. Besonders in der HipHop-Kultur nimmt die Gemeinschaft im Kiez, der Hood, eine besondere Stellung ein. Zu recht, wie wir finden. Denn die Hood ist zu Hause, Familie und Freunde.  

Dazu zählt aber nicht nur unmittelbar Wohnung oder Haus, es ist genauso wichtig, eine gesunde Infrastruktur zu schaffen und auszubauen, die  Lebensqualität aller Menschen im Kiez, dem Bezirk, der Stadt oder auf dem Land auf einem höchstmöglichen Standard zu erhalten.

Dazu gehört sozialer Wohnungsbau zu Bedingungen wie im Wohnungsbindungsgesetz inklusive Kostenmiete ursprünglich[1] festgelegt, energieeffizienten und nachhaltigen Neubau zu fördern und Wohnraum-Leerstände zur Profitmaximierung zu verhindern. Die Nachverdichtung an Stellen, die nicht effektiv für Spielplätze oder Parkanlagen nutzbar sind, muss gefördert werden. Die Kieze in Städten müssen erhalten werden - nicht zuletzt indem der Einzelhandel unterstützt und Gewerbemieten für diesen begrenzt werden. Für Familien mit Kindern gilt es, Spielplätze den höchsten Qualitäts- und Sicherheitsansprüchen gerecht werden zu lassen und allem voran, die Anzahl der Kitas zu erhöhen - staatliche und private Kitas zu fairen Konditionen.

# Leben im Kiez

Das Leben muss insbesondere in Großstädten bezahlbar bleiben, sonst wird bunt zu grau, wie in den bekannten europäischen Metropolen Paris oder London. Zu hohe Mieten und allgemein steigende Lebenserhaltungskosten wirken sich kontraproduktiv auf die Entwicklung aus. Diese gilt es zu verringern, sowie gleichermaßen die Infrastruktur zu stärken, um ein gesundes, soziales Miteinander, quer durch alle Schichten zu erhalten. Vorverkaufsrechte für die Städte gegenüber Investor*innen von außerhalb gilt es abzuwägen und nach Prüfung zu sichern.

Bestehende Gesetze wie bspw. die Mietpreisbremse müssen stärker kontrolliert und insbesondere ohne „Schlupflöcher“ nutzbar zu machen, durchgesetzt werden. Das  Zweckentfremdungsgesetz muss  überarbeitet und kommerzielle Anbieter*innen von „Homesharern“ getrennt betrachtet werden. Wir möchten hier transparente und klare Regelungen erreichen. Mehr Raum für Jugendarbeit und Jugendkultur muss geschaffen werden, um direkt im Umfeld der Heranwachsenden Lösungen anzubieten. Es gilt die Clubkultur im Stadtkern zu erhalten und zu fördern. Seit Jahren etablierte Betriebe müssen Millieuschutz genießen können, um ihre Kulturarbeit zu fördern, zu würdigen und zu erhalten.

Die Störerhaftung ist aufzuheben, um schnellere und effektivere Kommunikation jedwedem Bürger zu bieten – d.h. insbesondere den Zugang zum Internet problemlos und barrierefrei zu ermöglichen. Eine transparente und flächendeckende Kommunikationsinfrastruktur ist nicht nur Sache der Telekommunikationsfirmen – es muss auch in der Stadtplanung verankert und vom Staat gefördert werden.