Ramadan 2018 - Part 1

von Fluky

Liebe Urbanizzies,

fast ein halbes Jahr ist Weihnachten her. In der Art eines „Adventskalenders“ haben wir damals täglich bis zum 24.12. ein „Türchen“ geöffnet, hinter der eine wohltätige oder anderweitig sinnstiftende Organisation vorgestellt wurde, die sich über eine Geldspende freuen würde.

Am 15.05.2018 beginnt nun die islamische Fastenzeit, der Ramadan – ebenfalls eine Zeit der Besinnlichkeit, in der Spenden besonders reichlich fließen sollen. Daher haben wir uns entschlossen, die Organisationen und Initiativen hier noch einmal vorzustellen und zu verlinken. Es sind so viele gute Organisationen zusammengekommen, dass wir uns entschlossen haben, das Ganze auf fünf Artikel aufzuteilen, die wir jeweils montags posten werden. Als Sahnehäubchen gibt es jedes Mal „Promi-Tipps“ von Größen unserer geliebten Hiphop-Kultur. Den Anfang machen Marcus Staiger und Marc Hype.

Anyways – ob christlich, muslimisch, jüdisch, atheistisch oder was auch immer: macht was Gutes mit euerm Geld und/oder eurer Zeit! <3

One Love & einen gesegneten Ramadan,
euer Vorstand

 

Moabit hilft

Moabit hilft e.V. ist ein 2013 von Diana Henniges gegründeter gemeinnütziger Verein. Sie setzen sich seitdem als aktive Bürgerinitiative für den Schutz von Verfolgten und Flüchtlingen ein, sind in der Nachbarschaftshilfe tätig und kooperieren mit der Berliner Obdachlosenhilfe. Seit 2015/2016 leisten sie direkt am LAGeso humanitäre Ersthilfe, dokumentieren Behördenversagen und arbeiten politisch.

Ich unterstütze Moabit hilft, weil sie auch drei Jahre nach dem bundesdeutschen Refugee-Sommermärchen von 2015 noch immer am Start sind. Nachdem sich die erste Euphorie ja schnell wieder gelegt und der Wind sich spätestens seit der Silvesternacht von Köln auch im öffentlichen Meinungsbild wieder gedreht hat, ist es umso wichtiger, dass es noch immer Organisationen gibt, die das Versprechen von Menschlichkeit und Menschenrechten einhalten. Nach „Refugees welcome“ kam ganz schnell „Refugees abschieben“, wobei vergessen wird, dass sich die Menschen ja nicht ohne Not auf den Weg in die Flucht gemacht haben. Egal ob sie vor Krieg und Zerstörung fliehen oder „nur“ vor Armut und Not. Jeder Fluchtgrund ist legitim, jeder Fluchtgrund ist berechtigt und wenn wir das Recht für uns in Anspruch nehmen, überall auf der Welt nach unserem Glück suchen zu dürfen – und dabei auch noch das Glück haben, den richtigen Pass zu besitzen, der uns das auch erlaubt – dann sollten wir dafür eintreten, dass dieses Menschenrecht auch tatsächlich allen Menschen zuteilwird. Dafür steht Moabit hilft. Deswegen unterstütze ich sie.

Marcus Staiger Journalist

Auf der Website gibt es ein Spendenkonto für Geldspenden, es lohnt sich aber immer, die ständig aktualisierte Sachspendenbedarfsliste zu durchforsten, ob man nicht etwas hat, was hier hilft. Freundlich und fleißig unterstützen sie Geflüchtete mit Rat und Tat - dein Geld könnte kaum besser aufgehoben sein als hier!

https://www.moabit-hilft.com/

 

Rollis für Afrika e.V.

Die Grundversorgung mit Hilfsmitteln von Menschen mit Behinderung im Senegal bzw. dafür Sorge zu tragen, dass die betroffenen Personen nicht in das Abseits der Gesellschaft gedrängt werden sowie aktiv Aufklärungsarbeit betreiben, sind die Hauptziele von Rollis für Afrika e.V.

Es werden ausrangierte Rollstühle und Gehhilfen gesammelt, für die Verschiffung in den Senegal jedoch braucht es auch immer Geldspenden. Die gut sortierte Website klärt transparent auf, welches Geld wohin fließt. Die Helfer*innen zahlen ihre Flüge und Unterbringung übrigens selbst!

Eine Rolli-Patenschaft kann übrigens für gerade mal 60 Euro übernommen werden.

http://www.rollis-fuer-afrika.de

 

Archiv der Jugendkulturen

Das Archiv der Jugendkulturen ist ein Informations- und Kompetenzzentrum für Jugendkulturen in Berlin. Es sammelt, erforscht und vermittelt seit 1997 als einzige Einrichtung Europas differenzierte Kenntnisse zu Jugendkulturen und deren Lebenswelten.

Aktuell sammelt das Projekt „Diversity Box“ Spenden, um in Sachsen-Anhalt Workshops zu den Themen sexuelle & geschlechtliche Vielfalt zu finanzieren, denn Homo- und Transfeindlichkeit wirkt sich auf queere Jugendliche besonders schlimm aus.

Queere Jugendliche haben ein enorm erhöhtes Suizid-Risiko, was direkte Folge von Nicht-Akzeptanz in der Gesellschaft ist. Deswegen bringt Diversity Box diese Themen altersgemäß an Jugendliche heran, u.a. wird in Kreativ-Workshops zu Rap, Breaking oder DJing der Einfluss queerer Künstler*innen aufgezeigt. Hier geht es direkt zur Spendenseite:

Auf Betterplace für's Archiv der Jugendkulturen spenden

http://www.jugendkulturen.de/

 

Akubiz Pirna

Das Akubiz ist ein gemeinnütziger Verein im sächsischen Pirna, der sich der Antirassismus-Arbeit verschrieben hat und vielseitige Bildungs- und Freizeitangebote bietet. Gemeinnützig bedeutet, dass die Mitglieder des Vereins allesamt ehrenamtlich arbeiten und keine Gewinne erwirtschaften dürfen. So müssen also selbst Fahrtkosten zu Seminaren usw. selbst aufgebracht werden genauso wie Unterhalt und Ausstattung des Büros. Daher sind sie dringend auf Sponsor*innen und Spendengelder angewiesen. DIeses Jahr erhielt der Verein den Demokratiepreis der sächsischen SPD Landtagsfraktion in der Kategorie „Aktiv gegen Rechts“. Akubiz beschäftigt sich seit vielen Jahren mit lokaler Geschichte während der NS-Zeit und forschen dazu in vielen Städten und Gemeinden im Landkreis.

Wir Berliner Urbane können uns in unserer Berliner Bubble nur schlecht vorstellen, was es bedeutet, diese Arbeit in Sachsen zu leisten. Wir ziehen den Hut vor eurem Engagement und geben eine dicke Spendenempfehlung!

https://www.akubiz.de

 

Mimikama

Das Internet ist groß und weit, jeder kann irgendwas behaupten und verbreiten und Diskussionen werden gerne zu Konsensbrei mit dem Totschlagargument "Jeder hat ja seine Meinung".

Woran erkennt man aber nun eine Falschmeldung? Schwierig, denn es erfordert oft erheblichen Rechercheaufwand. Zum Glück gibt es Mimikama, die sich den Aufwand machen, Hoaxes und Falschmeldungen zu entlarven. Wie man sich leicht vorstellen kann, erfordert dies viel Zeit. Und da wir uns in kapitalistischen Systemen bewegen, bedeutet Zeit: Geld.

Ich unterstütze Mimikama, weil sie mir in Diskussionen oft die Recherchearbeit abgenommen haben. Ich habe schon oft und gerne auf Ihre Dienste zurückgegriffen und dafür bedanke ich mich gerne mit einer Spende. Auf dass das Internet (und die ganze Welt) zu einem besseren Ort wird. Einem Ort, an dem Menschlichkeit und Wohlwollen, vor allem aber auch belegbare Fakten die Hauptrolle spielen.

Marc Hype DJ & im Vorstand von Die Urbane. Eine Hiphop Partei

An Mimikama kann man via folgender Bankverbindung spenden:

Mimikama – Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch
Bank Austria
IBAN: AT461200052999199621
BIC: BKAUATWW
Verwendungszweck: Spende

Oder direkt über die Website:

www.mimikama.at

 

Alle Beiträge zu Ramadan 2018

Teil 1 (14.05.2018)

Teil 2 (21.05.2018)

Teil 3 (28.05.2018)

Teil 4 (04.06.2018)

Teil 5 (11.06.2108)

 

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